Erhöhung der Ehrenamtspauschale ab 1.1.2021

Gemäß § 3 Nr. 26 a EStG waren bis 2020 Einnahmen aus der nebenberuflichen Tätigkeit im Dienst oder Auftrag einer steuerbegünstigten Einrichtung zur Förderung mildtätiger, kirchlicher oder gemeinnütziger Zwecke bis zur Höhe von 720 € pro Jahr steuerfrei. Dieser personenbezogene Freibetrag wurde im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2020 auf 840 € pro Jahr ab 1.1.2021 erhöht. Begünstigt ist danach die ehrenamtliche Tätigkeit. Eine Begrenzung auf bestimmte Tätigkeiten sieht dieser Freibetrag nicht vor.

Begünstigt sind zB die Tätigkeiten der Bürokräfte, des Reinigungspersonals, des Platzwartes, des Aufsichtspersonals, der Betreuer und Assistenzbetreuer im Sinne des Betreuungsrechts.

Die Tätigkeit der Amateursportler ist nicht begünstigt. Im Gegensatz dazu können ehrenamtlich tätige Schiedsrichter im Amateurbereich die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26 a EStG in Anspruch nehmen.

Ebenfalls begünstigt sind Vorstände, Vorstandsvorsitzende oder Schatzmeister bzw. Kassierer etc., für ihre Vorstandstätigkeit in Vereinen und Stiftungen. Allerdings muss für eine gemeinnützigkeitsunschädliche Zahlung von Vergütungen für Vorstandsmitglieder, mit der die Vorstandstätigkeit abgegolten werden soll, eine Öffnungsklausel in der Satzung des Vereins / der Stiftung enthalten sein. Enthält die Satzung keinen Hinweis darauf, dass der grundsätzlich ehrenamtlich (im Sinne von unentgeltlich) tätige Vorstand eine angemessene Vergütung erhalten kann und erfolgt trotzdem eine Zahlung an den Vorstand, handelt es sich dabei um einen Verstoß gegen das Gebot der Selbstlosigkeit und somit um eine Mittelfehlverwendung.

Für die Vergütung anderer Tätigkeiten der ehrenamtlichen Helfer benötigt der Verein keine Satzungsermächtigung.

 Die Tätigkeit muss den steuerbegünstigten Zwecken dienen, sie muss demnach im ideellen Bereich oder im Zweckbetrieb einer gemeinnützigen Körperschaft anfallen. Eine Tätigkeit in der Vermögensverwaltung oder im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb fällt nicht unter die Steuerbefreiung.

Ein Abzug von Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben, die mit den steuerfreien Einnahmen im Zusammenhang stehen, ist nur dann möglich, wenn die Einnahmen aus der Tätigkeit und gleichzeitig auch die jeweiligen Ausgaben den Freibetrag übersteigen.

 

 

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Erhöhung der Ehrenamtspauschale ab 1.1.2021

Der personenbezogene Freibetrag gemäß § 3 Nr. a EStG (sogenannte Ehrenamtspauschale) wurde im Rahmen des Jahressteuergesetzes 2020 auf 840 € pro Jahr ab 1.1.2021 erhöht.

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