Erhöhung der Übungsleiterpauschale ab 1.1.2021

Durch das Jahressteuergesetz 2020 wurde der jährliche Freibetrag gemäß § 3 Nr. 26 EStG von 2.400 € ab 1.1.2021 auf 3.000 € für die Einnahmen aus der nebenberuflichen Tätigkeit im Dienst einer steuerbegünstigten Einrichtung oder einer Einrichtung des öffentlichen Rechts zur Förderung mildtätiger, kirchlicher oder gemeinnütziger Zwecke erhöht. Von dieser personengebundenen Steuerbefreiung sind folgende nebenberufliche Tätigkeiten erfasst:

  • Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbare Tätigkeiten
  • künstlerische Tätigkeiten
  • Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen.

 

Voraussetzung für die Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer ist die pädagogische Ausrichtung. Pädagogische Tätigkeiten sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eine umfassende Persönlichkeitsentwicklung beabsichtigen oder in einem strukturierten Ausbildungsgang eingebettet sind. Zu den begünstigten Tätigkeiten gehören zB die Tätigkeit eines Sporttrainers, eines Chorleiters oder Orchesterdirigenten, die Lehr- und Vortragstätigkeit im Rahmen der allgemeinen Bildung und Ausbildung, zB Kurse oder Vorträge an Schulen und Volkshochschulen, Mütterberatung, Erste-Hilfe-Kurse, Schwimm-Unterricht oder im Rahmen der beruflichen Ausbildung und Fortbildung, nicht dagegen die Ausbildung von Tieren, zB von Rennpferden oder Diensthunden. Ebenfalls kommt der Übungsleiterfreibetrag für die Beaufsichtigung und Betreuung von Jugendlichen durch Jugendleiter, Ferienbetreuer, Schulwegbegleiter etc. in Betracht.

 

Die Tätigkeit muss den steuerbegünstigten Zwecken dienen, sie muss demnach im ideellen Bereich oder im Zweckbetrieb einer gemeinnützigen Körperschaft anfallen. Eine Tätigkeit in der Vermögensverwaltung oder im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb fällt nicht unter die Steuerbefreiung.

 

Ein Abzug von Werbungskosten bzw Betriebsausgaben, die mit den steuerfreien Einnahmen im Zusammenhang stehen, ist nur dann möglich, wenn die Einnahmen aus der Tätigkeit und gleichzeitig auch die jeweiligen Ausgaben den Freibetrag übersteigen.

 

Wichtig ist, dass dieser Freibetrag nur einmal pro Jahr und pro Person in Anspruch genommen werden kann. Ist also ein Übungsleiter in mehreren Vereinen tätig, kann dieser Freibetrag insgesamt nur einmal ausgeschöpft werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass der Verein mit dem Übungsleiter einen Vertrag abschließt, in dem der Übungsleiter dem Verein bestätigt, dass er mit der Zahlung durch den Verein den Freibetrag nicht überschreitet.

 

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Erhöhung der Übungsleiterpauschale ab 1.1.2021

Durch das Jahressteuergesetz 2020 wurde der jährliche Freibetrag gemäß § 3 Nr. 26 EStG (sogenannter Übungsleiterfreibetrag) von 2.400 € ab 1.1.2021 auf 3.000 € erhöht.

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